Aura-Shirin Riedel

Über mich

Als Soziologin interessieren mich Fragen, wie: Welche Bedeutung hat das Geschlecht und die Herkunft auf unseren Lebensverlauf? Welchen Einfluss nimmt soziale Ungleichheit auf gesellschaftliche Teilhabe und Demokratie? Welche Strukturen bestimmen unser Handeln und wie können wir sie ändern?

Die Gesellschaft setzt nach wie vor voraus, dass Frauen einen erheblichen Teil ihres Erwerbslebens unbezahlt in und für die Familie arbeiten. Eine gerechte Aufteilung der Sorgearbeit ist durch Rollenerwartungen aber auch durch Rollenzwänge in den meisten Fällen nicht möglich. Daraus ergeben sich nicht nur gravierende Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern, sondern es entsteht ein strukturelles Machtungleichgewicht. Frauen geraten – trotz aller Gleichstellungspolitik – in ein Abhängigkeitsverhältnis. Insbesondere Mütter werden stärker aus der Öffentlichkeit gedrängt und damit aus wichtigen Positionen der gesellschaftlichen Teilhabe.

All dies reproduziert ein System, das Menschen bevorzugt an die Macht lässt, die in ihrem Leben nie oder kaum mit der Sorge für andere Menschen in Berührung gekommen sind. Doch wie sähe dagegen ein System aus, das Fürsorge und Verantwortung ins Zentrum stellt? Wie würden darin Kinder, Kranke und Alte wahrgenommen? Und welche Stellung hätten schließlich Frauen darin?

Mütter. Macht. Politik. Ein Aufruf!

Letzte Beiträge